Der Gründung der Sozialgenossenschaft ist auf zwei Problematiken zurückzuführen, die in einer vertieften Studie auf Landesebene und auf der Grundlage der persönlichen Erfahrungen einiger Gründungsmitglieder festgestellt wurden:
- Bedarf an weiteren Dienstleistungen zur Unterstützung von berufstätigen Müttern
- Möglichkeit zur Reintegration von Frauen nach längerem Fernbleiben in die Arbeitswelt
Ursprünglich betrieb die Sozialgenossenschaft eine Einrichtung, die wir heute als Mikrostruktur für Kinder bezeichnen würden. Einige Gründungsmitglieder, die gleichzeitig Tagesmütter waren, entschieden zusammen mit PsychologInnen und KindergärtnerInnen einen gemeinsamen Arbeitsraum zu teilen um sich dort auszutauschen, die Kinder miteinander spielen zu lassen und sich professionell weiterzuentwickeln.
Die hervorragenden Besonderheiten der ersten Mikrostruktur waren bereits 1996:
EINE MARIENKÄFER MIKROSTRUKTUR GESTALTET SICH HEUTE SO
Eingangsbereich
Dieser Bereich ist Treffpunkt zwischen Kindern, PädagogInnen und Eltern innerhalb der Mikrostruktur. Hier ziehen sich die Kinder um, werden für die Tätigkeiten des Tages vorbereitet und werden nach den vereinbarten Betreuungsstunden wieder abgeholt. Der Eingangsbereich ist eigens mit niederen, kindergerechten Möbeln ausgestattet um maximales Komfort zu bieten.
Spiel- und Freizeitbereich -Kinder beim Spielen
Es ist das Herzstück der Mikrostruktur. Hier veranstalten die PädagogInnen alle Bildungs-, Spiel- und Freizeitaktivitäten für die Kinder. Der Raum entspricht den geltenden Vorschriften und die Materialien und Spiele sind mit EU Siegel versehen. Matten, Stühle und die Einrichtung sind kindgerecht gefertigt.
Küche
In der Küche wird nach HACCP Hygiene-Standards gearbeitet. Der Raum ist von den anderen Bereichen abgegrenzt und verfügt über die notwendigen Kapazitäten, um täglich genügend Mahlzeiten vorzubereiten. Es werden nur Fachkräfte beschäftigt, welche sich um die korrekte Ernährung der Kinder und um Vorbereitung, Zubereitung, Aufbewahrung, Ordnung und Hygiene kümmert. Die Qualität der Menüs ist sowohl in Hinsicht auf die Rezepte, als auch auf die Mahlzeiten und die Auswahl der Nahrungsmittel vom Ernährungsexperten des Diätetischen Diensts des Sanitätsbetriebs Bozen genehmigt.
Toiletten der Kinder
Auch dieser Bereich ist kindergerecht ausgerüstet; alles ist auf die Körpergröße von Kindern bis zu 3 Jahren ausgerichtet, Waschbecken, Badewanne, Toilette. Es gibt eigene Fächer für die fachgerechte Aufbewahrung der notwendigen Produkte für das Kind (nach Namen sortiert, Windeln, Cremen, usw.)
Toiletten der MitarbeiterInnen
Es gibt separate Toiletten für die MitarbeiterInnen, die ebenfalls nach geltenden Bestimmungen gestaltet sind.
Ruheraum
Alle Mikrostrukturen verfügen über einen eigenen Ruheraum, wo die Kinder sich ausruhen und schlafen können. Diese Räume verfügen über Betten und Klappbetten, einschließlich allen Zubehörs
Bastelwerkstätte
Für manipulierende und manipulative Tätigkeiten (Spiel mit Mehl, Farben, verformbaren Materialien etc.) werden eigene Bereiche eingerichtet, die am Spiele- und Freizeitraum angrenzen, wo die Kinder sich kreativ und gestalterisch betätigen können.
Umkleideraum
Vorratsraum
Lagerraum für Reinigungsmittel
Garten
Der Garten jeder Mikrostruktur ist verschieden groß und an einer anderen Stelle situiert.
Grundsätzlich handelt es sich um einen Außenbereich mit altersgerechten Spielen und Geräten. Teilweise handelt es sich hier auch um begrünte Terrassen mit altersgerechten Spielgeräten. In den Mikrostrukturen liegen grundsätzlich keine architektonischen Barrieren vor. Alle Mikrostrukturen sind durch öffentliche Verkehrsmittel erreichbar.
